Montag, April 6, 2009
Trotz Rückschlägen in den USA setzt Intel weiterhin auf WiMax
Vor kurzem veranstaltete Intel eine Konferenz zum Thema WiMax. Der Fokus lag dabei auf dem Erfolg von WiMax-Projekten im europäischen, asiatischen und afrikanischen Ausland. Sean Maloney, Vize-Präsident bei Intel, betonte, wie aggressiv Japan, Indien, Russland, Süd-Korea und zahlreiche weitere Länder in den mobilen Breitband-Markt eindringen.
Das Bedürfnis nach mobilem Internet sei hoch und vor allem ein globales, kein us-amerikanisches Thema. Der weltweite Erfolg von WiMax-Projekten sei außerdem ein Hinweis auf dessen Relevanz auf dem mobilen Breitband-Markt. Der Kampf um diesen Markt gegen den UMTS-Nachfolger LTE (Long Term Evolution) sei auch in den USA noch lange nicht vorbei, so Maloney.
Allerdings hatte WiMax in den USA gravierende Rückschläge zu verzeichnen: Letzten Monat zog Nortel Networks sich aus dem WiMax-Geschäft zurück und löste die Partnerschaft mit dem Basisstationen-Provider Alvarion auf. Begründung: Nortel Networks werde in Zukunft auf LTE setzen. Zudem haben sowohl Intel als auch Google und Time Warner Verluste für ihr Investment in Clearwire einfahren müssen. Clearwire stellt zur Zeit in den USA ein nationales WiMax-Netzwerk auf, das sich zwar noch in der Anfangsphase befindet, für seine Fortschritte jedoch gute Kritiken eingefahren hatte.
Trotz Intels optimistischer Einschätzung bleiben somit leise Zweifel hinsichtlich der Zukunft der WiMax-Technologie, zumindest im Hinblick auf die USA.
Geschrieben von Gordon on Business | Comments (0)
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