Mittwoch, November 19, 2008
AT&T sucht McDonalds und Starbucks als Verbündete im WiMax-Krieg
Der US-amerikanische Telekommunikationsgigant AT&T investiert im Kampf gegen die WiMax-Initiative von Sprint Nextel und Clearwire 275 Millionen US-Dollar. Zumindest wird die Übernahme des Wi-Fi-Spezialisten Wayport durch AT&T von einigen Beobachtern so interpretiert. Der Zukauf solle AT&T in die Lage versetzen, mit dem von Sprint Nextel angeführten WiMax-Konsortium, an dem auch Comcast, Intel und Google beteiligt sind, konkurrieren zu können.
AT&T setzt beim drahtlosen Internetzugang auf die Übertragungstechnik Wi-Fi und hat sich mit der Wayport-Akquisition neue Hotspots, unter anderem in Hotels und McDonalds-Restaurants, gesichert. Durch die Transaktion wird AT&T die eigene Präsenz auf nahezu 20.000 Hotspots im ganzen Land ausweiten. AT&T bietet seinen Kunden seit kurzem auch den kostenlosen Internetzugang über Hotspots in Starbucks-Filialen an - und schlug damit den Konkurrenten T-Mobile aus dem Rennen, der die Hotspots bei Starbucks seit 2002 betrieben hatte.
Es gibt jedoch auch Stimmen, die den Expansionskurs von AT&T nicht als Reaktion auf das Sprint Nextel-Konsortium interpretieren. So stellt beispielsweise die New York Times in ihrem "DealBook" die Vermutung auf, dass es AT&T bei der Netzwerk-Erweiterung in erster Linie um die iPhone-Nutzer geht. AT&T besitzt in den USA die exklusiven Vermarktungsrechte für das iPhone und kündigte jüngst an, dass iPhone-Besitzer die Hotspots von AT&T ohne zusätzliche Kosten nutzen könnten - und diese Hotspots müssen natürlich erst einmal möglichst flächendeckend bereitgestellt werden.
Geschrieben von Gordon on Technology | Comments (0)
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