Samstag, November 1, 2008
Gehört UMA bald der Vergangenheit an?
Entgegen aller Voraussagen ist das UMA-System (Unlicensed Mobile Access) bis heute nicht von der IMS Alternative verdrängt worden, im Gegenteil. Die Zahl der UMA-Nutzer ist laut Infonetics Research sogar von 1,7 Mio. im Jahr 2007 auf 9,7 Mio. 2008 angestiegen. Analytiker sagen voraus, dass Kunden zu Gunsten eines FMC-Services vermehrt auf einen Festnetzanschluss verzichten und Provider wie T-Mobile USA und Orange in Europa bieten bereits UMA Angebote an, andere Anbieter werden nachziehen.
Bei vielen technologischen Neuentwicklungen gilt entweder das Prinzip: schnell, unvollkommen und günstig, oder langsam, ausgereift und teuer. Bei FMC-Systemen heißt es hier UMA (einfache Handhabung dank bereits vorhandener Technologie) gegen IMS (durch die Nutzung von Femtozellen elegant, aber teuer). Der Vorteil bei UMA: hier werden bereits bestehende WiFi Technologien benutzt um zwischen Mobil- und Internettelefonie bzw. Datentransfer zu wechseln. IMS und Femtozellen sind hingegen noch recht umständlich in der Einrichtung.
Viele Handy Chip Produzenten richten sich darauf ein und integrieren UMA Protokolle in ihr Design, so dass mehr und mehr WiFi Geräte gleichzeitig auch UMA fähig sind. Der Verkauf von DTM/WiFi Endgeräten erzielte im zweiten Quartal 2008 einen Umsatz von 7,6 Mrd. Dollar, bis zum Ende des Jahres wird ihnen ein Wachstum von 82% prophezeit. Dies gibt Providern die Möglichkeit, UMA fähige Geräte herauszubringen, die für eine große Käuferschicht interessant sind.
Geschrieben von Gordon on Technology | Comments (0)
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