Freitag, Januar 16, 2009
Macht GPS die Zeitlupe im Football überflüssig?
Eine Professorin der Carnegie Mellon University arbeitet daran, einen Football mit einem integrierten GPS-Gerät zu entwickeln. Durch eine Berechnung in 3D und Echtzeit soll er den Schiedsrichtern dabei helfen, die korrekte Position des Balls auf dem Spielfeld zu bestimmen.
Die Idee ist entstanden, als Priya Narasimhan, eine Professorin am Lehrstuhl für Elektro- und Computertechnik, nach Pittsburgh gezogen ist und sich dort mit dem Football-Virus infiziert hat. So sehr, dass sie Sachen gegen den Fernsehbildschirm warf, wenn es eine Fehlentscheidung gegen ihr Team gab.
Damit ihr weitere solcher Frusterlebnisse erspart bleiben, haben Narasimhan und ihre Studenten ein winziges GPS-Navigationsgerät entwickelt, das in einen Football eingearbeitet ist und genau feststellen soll, wo der Ball auf dem Feld hingehört. Dazu arbeiten sie an intelligenten Handschuhen, die mit elektronischen Sensoren feststellen sollen, ob und wann ein Spieler einen Ball gefangen hat.
Noch gibt es allerdings Probleme. Zunächst ist der Football rund 100 Gramm (3,5 Unzen) schwerer als von der NFL vorgeschrieben. Zweitens funktioniert das GPS noch nicht allzu gut, wenn der Ball sich dreht, es verliert dann den Kontakt zum Satellitensignal. Dazu ist es nach Angaben der Professorin noch ein weiter Weg, bis mit Hilfe des Geräts zentimetergenaue Entscheidungen gefällt werden können.
Aber noch ist das Projekt in einem frühen Stadium. Wie Narasimhan erklärt, werden auf der Homepage der Universität noch Updates zum Thema folgen.
Geschrieben von Gordon on Technology | Comments (0)
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