Freitag, Oktober 17, 2008
Royal Brompton und Harefield Krankenhaus implementieren WLAN
Das Royal Brompton und das Harefield NHS Trust, internationales Zentrum für Herz- und Lungenbehandlung in London, hat ein kabelloses Wlan Netzwerk implementiert.
Es soll die klinische Pflege umgestalten und die Mobilität des Patientenservices verbessern. Zunächst werden 300 Klinikmitarbeiter und Fachärzte einen Zugang erhalten. Patienteninformationen können nun überall abgerufen werden. Ziel ist bis 2010-2011 der papierlose elektronische Zugang zu klinischen und administrativen Daten.
Das Harefield NHS Trust mit zwei Hauptkliniken in Chelsea und Uxbridge in London wird das WLAN nutzen, um empfindliche Daten, zum Beispiel Röntgenaufnahmen, stabil, sicher und schnell zu übertragen. Die Angestellten speichern medizinische Informationen direkt vom Patienten in eine zentrale Datenbank.
Graham Everson, Leiter der Abteilung IT des Harefield NHS Trust, sagte: „Kabellose Technologie unterstützt perfekt klinische Kernfunktionen eines Krankenhauses. Sie ist Grundlage unserer IT-Strategie um die Mobilität zu erhöhen und wird Papier-basierte Prozesse ersetzen, während wir weiterhin die Sicherheitsrichtlinien des Gesundheitsministeriums einhalten.“
Auch die Verbindung der Telefonnetze beider Standorte mittels Voice over IP (VoIP) ist geplant. Kommunikationsgeräte bieten den Mitarbeitern automatischen Zugang zum Wi-Fi Netzwerk der Gebäude, wodurch Flexibilität und Kosteneinsparungen erreicht werden. Teil dieses Plans ist auch Kommunikationstechnologie mit Stimmerkennung und Standortortung der Mitarbeiter.
Das WLAN wurde von Khipu Networks installiert und ergänzt die existierende IT-Infrastruktur des Trusts. Royal Brompton & Harefield NHS Trust behandelt jährlich mehr als 80.000 ambulante und 26.000 stationäre Patienten und beschäftigt über 2.500 Mitarbeiter.
Geschrieben von Gordon on Technology | Comments (3)
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Kommentare
Das Handyverbot in Krankenhäusern ist dafür da, dass der Patient sich ein teures Festnetztelefon holt. Ein Test hatte ergeben, dass es mit Handys und Wlan keine Probleme, mit Ausnahme direkt auf der Intensivstation, gibt. Ich habe gehört, dss es auch in deutschen Krankenhäusern ähnliche Ideen gibt.
Ich bezweifele daß das in Deutschland zulässig ist.
1. Vor kurzem wurde gezeigt daß auch WPA mit TKIP leicht knackbar ist. Wenn ein Krankenhaus Patientendaten ohne Zusatzverschlüsselung überträgt dürfte das falls sie gehackt werden hohe Schadensersatzforderungen und Strafanzeigen zur Folge haben. Daß Hacker der Umgebung dort bevorzugt mitschneiden dürfte ja klar sein. Falls sie selber im Krankenhaus liegen haben sie genügend Zeit. Letztlich wären weitere Straftaten wie Erpressung mit den Gesundheitsakten denkbar.
2. Selbst das noch? sichere AES ist knackbar.
http://de.wikipedia.org/wiki/Advanced_Encryption_Standard
Schon 2002 wurde ein theoretischer Angriff vorgestellt. Warum müßen z.B. 128 Bit lange Blöcke verwendet werden obwohl mehr machbar ist ? Kurz nach dem 11.9.01 ist es undenkbar daß die USA eine Verschlüsselung weltweit zum Technikstandard machen ohne daß sie eine Hintertür haben. Diese wird um die Tätigkeiten von Echelon in Bad Airbing und Frankfurt zu finanzieren für Wirtschaftsspionage verwendet. Und Gesundheitsakten sind für die Wirtschaft besonders interessant wie der Apple Chef immer wieder unfreiwillig beweist.
Daß der Code aus Europa kommt ist nur Ablenkung damit AES Vertrauen geschenkt wird.
Bei den geplanten Voip Telefonaten gild das gleiche. Eine Verschlüsselung wird vermutlich nicht benutzt.

