Montag, Dezember 29, 2008
Skype ist zu einem Standard geworden
Über 40% aller jungen Unternehmen erleben ihren fünften Geburtstag wahrscheinlich nicht. Und jene, denen dies gelingt, sind mehr mit ihrem Überleben als mit Feiern beschäftigt. Der Internettelefonie-Anbieter Skype hat nicht nur fünf Jahre überlebt, sondern ihm ist ebenso wie Google gelungen, in den allgemeinen Sprachgebrauch überzugehen: "Ich skype dich an!" sagt man so oft.
Kostenlose Angebote sind auf den ersten Blick kein brillanter Business-Plan, zumal Skype anders als ICQ keine Umsätze mit Anzeigen oder Werbung generiert. Als Anbieter von Video-Konferenzen und Internettelefonie verfügt Skype über keine eigene Infrastruktur. Die Nutzerzahl kann um Millionen ausgeweitet werden, ohne dass hierdurch zusätzliche Kosten entstehen. Das kostenfreie Basisangebot wird durch die Einnahmen aus Anrufen in andere Netze, durch die gewerbliche Nutzung von Unternehmen und den Verkauf von Add-ons finanziert. Skype geht davon aus, dass der eigene Service infolge der Kreditkrise und der damit einhergehenden Notwendigkeit zur Vermeidung unnötiger Geschäftsreisen an Popularität gewinnen wird.
Als Skype vor einigen Jahren von eBay übernommen wurde, geschah dies unter der Annahme, dass der Skype-Dienst unter eBay-Kunden großen Anklang finden würde. Doch es stellte sich heraus, dass diese überhaupt nicht miteinander kommunizieren wollten. In jüngster Zeit gab es immer wieder Meldungen, dass eBay den Verkauf von Skype in Erwägung ziehe. Skype scheint sich allerdings mit 330 Millionen Nutzern sehr gut zu entwickeln. Im vergangenen Quartal wurde ein Erlös von 137 Millionen US-Dollar erwirtschaftet und eine gute Gewinnmarge erzielt. Unternehmensangaben zufolge werden inzwischen 7% aller internationalen Anrufe über Skype getätigt. Ein Ergebnis mit dem Skype aus den Kinderschuhen wächst. Wir gratulieren nachträglich zum Geburtstag.
Geschrieben von Gordon on Technology | Comments (1)
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Kommentare
Ja, leider, muss man eigentlich sagen.
Da Skype closed Source ist, und seinen Code daher nicht preisgibt, weiss man nun wirklich nie, welche Daten gerade vom eigenen Rechner durch die Firewall in die USA fließen.
Skype ist extrem praktisch, für ernsthafte Business-Anwendungen oder sicherheitsbewusste Privat-User aber eigentlich absoluts No-Go!
Bleibt abzuwarten wass die SIP-Implementierung von Skype macht. Ein SIPSkype-Gateway wäre sicher eine schöne Sache.

